Gedanken und Meditation aus der Gründungsmesse der neuen Pfarrei St. Laurentius An der Römischen Weinstraße
Gedanken aus der Predigt von Dekan R.-M. Willmes
Das Auflösen von neun Pfarreien ist verbunden mit Wehmut, dass Gewohntes und Vertrautes verloren gehen könnte. Da spielen Emotionen eine große Rolle. Es ist eben mehr als ein bloßer Verwaltungsakt.
Spannung: Wie gelingt das Miteinander und das Zusammenwachsen?
Jesus ist das Fundament. Auf IHM ruht unser Glaube. Strukturen mögen sich ändern; Jesus Christus bleibt!
Jeder / jede ist ein Teil der Gemeinschaft der neuen Pfarrei. Unterschiedliche Begabungen, Charaktere, Lebenserfahrungen. Jeder / jede wird gebraucht. Keiner ist nutzlos oder überflüssig. Unsere von Gott gegebenen Gaben einsetzen und einbringen. Gottes Liebe spürbar werden lassen: Gebet, Sakramente, Zuwendung zum Mitmenschen.
Mut, neue Wege zu gehen.
Mut, aufeinander zuzugehen.
Mut, Fehler machen zu dürfen und daraus zu lernen.
Das Verbindende ist der Glaube an Christus!
Bei aller Ungewissheit der Zukunft: Jesus Christus geht mit uns!
Aufbruch unter dem Schutz des Heiligen Laurentius.
Der wahre Schatz der Kirche / Pfarrei sind die Menschen. Fest in der Liebe Christi verwurzelt. Aus dem Loslassen kann reiche Frucht erwachsen. Einander dienen und die unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten einbringen.
Das Lebensprogramm des heiligen Laurentius als Programm der neuen Pfarrei:
- Blick für die Armen (materiell, Alte und Kinder, die in Sorgen leben)
- Mut im Glauben
- Wachsen zu einer lebendigen Gemeinschaft.
Meditation Gründungsmesse Pfarrei St. Laurentius an der Römischen Weinstraße
Wir stehen heute an einer Schwelle.
Hinter uns liegen viele Geschichten: vertraute Kirchen, gewachsene Gemeinden, Erinnerungen an Feste des Glaubens. Jede dieser Geschichten ist kostbar. Sie hat Menschen geprägt und Gottes Spuren sichtbar gemacht.
Vor uns liegt etwas Neues. Nicht, weil das Alte vergessen wäre, sondern weil Gott uns weiterführt. Er ruft uns nicht dazu auf, unsere Vergangenheit loszulassen, sondern sie als Fundament mitzunehmen. Wie die Reben eines Weinstocks aus derselben Wurzel leben, so sind auch wir miteinander verbunden – durch Christus, der uns trägt und nährt.
Unserer Pfarrpatron, der Hl. Laurentius war ein Mensch, der den Reichtum der Kirche nicht in Gold oder Silber sah, sondern in den Menschen – besonders in denen, die am Rand stehen. Das ist ein Auftrag auch für uns: Kirche zu sein, die ein offenes Herz hat. Kirche, die nicht zuerst fragt: Wer gehört dazu? Sondern: Wer braucht Hoffnung? Wer wartet auf ein gutes Wort? Wer sehnt sich nach Gemeinschaft?
Die Römische Weinstraße erzählt von Wegen, die Menschen seit Jahrhunderten miteinander verbinden. Auch unser Glaube ist ein Weg, den niemand allein geht. Heute legen wir unsere Wege zusammen. Das erfordert Geduld, gegenseitiges Zuhören, die Bereitschaft, Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung zu sehen. Einheit entsteht nicht dadurch, dass alle gleich werden, sondern dadurch, dass viele gemeinsam auf Christus schauen.
So gehen wir gemeinsam in die Zukunft – nicht aus eigener Kraft, sondern im Vertrauen darauf, dass Gott schon vor uns auf dem Weg ist. Er ist der Anfang unserer Geschichte, die Mitte unserer Gemeinschaft und das Ziel, auf das wir hoffen.
Markus Ullmann, Gemeindereferent

Fotos von unserer Gründungsmesse:
















Die Fürbitten aus der Gründungsmesse der Pfarrei St. Laurentius An der Römischen Weinstraße:
Lasst uns unsere Stimme zu Gott richten und ihm unsere Anliegen anvertrauen:
Detzem: 10. Meilenstein
Die Kirchen in unseren Pfarrbezirken sind steingewordene Zeugnisse des Glaubens und Meilensteine unserer Glaubensgeschichte. Lasst uns beten für die, die diese Kirchen besuchen, um darin zu beten, und für alle, die diese Kirchen Tag für Tag an Gott erinnern.
Ensch: Martinslaterne
Die Martinslaterne erinnert uns an den heiligen Martin, der Zeuge und Verkünder der Botschaft vom Erbarmen Gottes ist. Lasst uns beten um Erneuerung im Heiligen Geist um tätige Nächstenliebe.
Klüsserath: Der Hahn
Der Hahn erinnert an die Verleugnung Jesu durch Petrus. Lasst uns beten um Treue im Glauben und zum zuversichtlichen Bekenntnis.
Köwerich: Notenschlüssel
Der Notenschlüssel aus Köwerich erinnert an die Herkunft Ludwig von Beethovens. Lasst uns beten für alle, die nach dem Wahren, Guten und Schönen suchen; für die Künstler und Musiker, die unsere Sinne für Gott und die Welt zu öffnen vermögen.
Leiwen: Eine römische Münze
Die römische Münze aus Leiwen erinnert an die Prägung und Kultivierung unserer Heimat seit römischer Zeit. Lasst uns beten um den Zusammenhalt der Generationen und ein dankbar-kritisches historisches Gedächtnis.
Mehring: Die Brücke innerorts
Mehring ist der einzige Ort der Pfarrei St. Laurentius An der Römischen Weinstraße, der innerorts mit einer Brücke verbunden ist. Lasst uns beten um ein gutes Miteinander in den neun Pfarrbezirken unserer Pfarrei.
Pölich: Das Wappen von Pölich
Die goldene Traube im Wappen von Pölich erinnert uns an die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit. Lass die Christen in der Feier der Messe Christus als das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles erkennen.
Thörnich: Die Brücke
Die Brücke als Zeichen der Verbindung ermöglicht Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe. Lasst uns beten um die Brückenpfeiler des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.
Trittenheim: Der Anker
Der Anker ist das Attribut des heiligen Clemens, des Schutzpatrons von Trittenheim. Der Anker bietet im Sturm einem Schiff den letzten Halt. Lasst uns beten für die Verstorbenen, dass der Anker ihres Lebens fest gemacht sei in deiner göttlichen Ewigkeit.
Gott, du bist uns nahe in unserem Beten, vor dich dürfen wir treten im Namen der ganzen Schöpfung. Erbarme dich unser, erhöre unser Gebet. Darum bitten wir dich im Heiligen Geist durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Hier finden Sie bald Fotos vom Umtrunk nach unserer Gründungsmesse.
